Ritucharya: Mit Ayurveda gesund und ausgeglichen den Frühling genießen

Ritucharya: Mit Ayurveda gesund und ausgeglichen den Frühling genießen

Endlich ist es wieder so weit: Die Tage werden länger, die Blumen blühen und die Vögel zwitschern. Der Frühling (Vasant Ritu) wird in vielen Kulturen als Neubeginn betrachtet – er ist eine Zeit, in der das Leben nach dem langen Winter allmählich wiedererwacht. Der Frühling bringt jedoch nicht nur Positives mit sich: Durch die klimatischen Veränderungen sieht sich unser Körper vor ganz andere Herausforderungen als noch im Winter gestellt. Damit wir gesund durch den Frühling kommen, hält die ayurvedische Tradition  einige wertvolle Tipps für diese Jahreszeit parat.

 

Frühlingsbeginn: Was passiert mit unserem Körper?

Die Tage werden länger, die Sonneneinstrahlung stärker und die Temperaturen steigen. Nach ayurvedischem Wissen sorgt die neuerliche Wärme im Frühling (Ende März bis Juni) für eine Schwächung der Verdauung. Die verringerte Verdauungsleistung führt dann schnell zu einer Steigerung des Doshas Kapha. Ist Kapha erhöht, wird die Entwicklung von zahlreichen Erkrankungen begünstigt. Typische Gesundheitsstörungen, die durch ein erhöhtes Kapha im Frühling auftreten können, sind z.B. Husten, Erkältungen, Allergien, Nasennebenhöhlenentzündungen und allgemeinen Verdauungsstörungen.

Das Blühen von Bäumen und Pflanzen und der starke Pollenflug bringen weitere Probleme für unsere Gesundheit mit sich. In Deutschland leiden etwa 16 Prozent der Bevölkerung unter einer Pollen-Allergie. Der allergische Schnupfen wird durch den Blütenstaub von Bäumen, Sträuchern, Gräsern, Getreide und Kräutern ausgelöst. Sobald die Pollen dann mit den Schleimhäuten in Berührung kommen, leiden Betroffene an tränenden und juckenden Augen, Fließschnupfen oder sogar Asthma bronchiale.

 

Ritucharya: Mit bewährten Maßnahmen jahreszeitlichen Beschwerden entgegenwirken

Die ayurvedische Tradition  konzentriert sich auf die Vorbeugung von Krankheiten durch einen individuell geeigneten Lebensstil und eine dazu passende Ernährung. Bei der Einstellung von Lebensgewohnheiten sollte dabei die eigene Konstitution genauso berücksichtigt werden wie die aktuellen Umweltbedingungen.

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Im Ayurveda beschreibt der Begriff „Ritucharya“ (Ritu – die Jahreszeit, Charya – die Gewohnheit / Routine) genau diesen Ansatz.

Mit einer Anpassung unserer Lebensgewohnheiten an den Frühling können wir auf diese Weise Allergien und jahreszeitabhängige Erkrankungen verringern.

 

Mit Ritucharya optimal in den Frühling starten

Wer sich in der ayurvedischen Frühlingszeit von Mitte März bis Juni an folgende Grundsätze hält, kann sich auf einen gesunden und entspannten Frühling freuen.

Ideale Lebensgewohnheiten für den Frühling:

  • Schlafen am Tag vermeiden
  • Umfassendes Training, z.B. Wanderungen, lange Spaziergänge in der Natur, Joggen, Schwimmen, ….
  • Yoga und Meditation können in den Alltag aufgenommen werden
  • Ölmassage vor dem  Duschen mit warmem Sesam- oder Kokosöl
  • Vermeidung von starkem Wind

 

Ideale Ernährung für die Frühlingszeit:

  • Ein leichtes warmes Frühstück, z.B. Porridge (gekochter Getreidebrei)
  • Die Nahrung sollte leicht verdaulich und mit wenig Kalorien sein
  • Getränke: Heißes Wasser / Ingwer-Tee / Kurkuma-Tee /Zimt-Tee
  • Ein Fastentag alle zwei Wochen 
  • Auf übermäßigen Verzehr kalter, roher, süßer, saurer, öliger und salziger Nahrungsmittel verzichten
  • Optimal geeignet sind: Gerste, Hartweizen, Hirse, Buchweizen, Reis, Koriander, Fenchel, Kreuzkümmel, Kurkuma, Zwiebeln, Knoblauch, Meerrettichwurzel und Ingwer
  • Bittere und herbe Lebensmittel (z.B. Kohlgemüse oder Spinat) sollten in den Speiseplan integriert werden
  • Statt mit weißem Zucker sollte mit Honig oder Jaggery gesüßt werden
  • Auf fermentierte Lebensmittel, wie Yoghurt, Quark, Käse, Tofu oder Brot sollte verzichtet werden
  • Grundsätzlich sollten eher frisch gekochte, warme leichte Speisen verzehrt werden

 

 

Athena Theel

Athena studiert Chinesisch & Wirtschaft an der Universität Köln. Nachdem Sie viele Jahre in China und Japan verbracht hat, entwickelte sie ein Interesse für ganzheitliche Medizin. Dieses Interesse hat Athena motiviert, bei Sri Sri Tattva als Redakteurin und Übersetzerin zu arbeiten.
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