Mit warmen Mahlzeiten Fatigue den Kampf ansagen

Wie mit der richtigen Ernährung mentale und körperliche Schwäche aktiv verbessert werden können

Sind wir abends müde, legen wir uns ins Bett und schlafen. Die meisten Menschen können dann morgens wieder fit und vital in den Tag starten. Was jedoch, wenn wir nach der nächtlichen Bettruhe morgens noch genauso erschöpft sind wie am Vorabend und sich dieses Phänomen täglich wiederholt? Wir schleppen uns dann durch den Tag, fühlen uns auch ohne Anstrengung kaputt und möchten uns einfach nur ausruhen. Doch ausruhen hilft einfach nicht. In diesem Fall sprechen Mediziner vom sogenannten „Fatigue“.

Viele Menschen schieben ein (geringes) Energiedefizit häufig auf zu viel Stress oder das Alter und versuchen es zu verdrängen. Fatigue ist jedoch oftmals davon gekennzeichnet, dass er sich, wenn auch nur langsam, fortlaufend verschlechtert.

 

Folgende Symptome weisen auf Fatigue hin und eignen sich zum Selbsttest:

· Schnelle Erschöpfung – Werde ich schnell schlapp, unabhängig davon, wie anstrengend eine Aktivität ist?

· Konzentrationsschwäche – Kann ich mich nur schlecht konzentrieren und vergesse ich schnell?

· Starkes Bedürfnis nach Stimulantien – Trinke ich ständig Kaffee? Oder habe ich ein großes Verlangen nach Alkohol und Zigaretten?

· Übermäßig lange Schlafzeiten – Schlafe ich nachts wesentlich länger als acht bis neun Stunden?

· Geistige Erschöpfung – Fühle ich mich mental oft wie hinter einer Nebenwand? Habe ich ständig das Gefühl, ich kann einfach nicht mehr?

 

Zu den häufigsten Ursachen von Fatigue zählen schlechte Durchblutung, Stoffwechselerkrankungen, Infektionen, entzündliche Erkrankungen, Herz- oder Lungenerkrankungen, Nebenwirkungen von Medikamenten, übermäßiges Arbeiten ohne regelmäßige Ruhephasen, zu geringe Flüssigkeitszufuhr, hormonelle Erkrankungen, Vitaminmängel oder auch Krebs und Chemotherapien usw.

Liegt jedoch keine Grunderkrankung vor oder ein übermäßiges Arbeitspensum, kann Fatigue häufig durch eine qualitativ hochwertige Ernährung entgegengewirkt werden.

 

Mit ayurvedischen Ernährungsgrundsätzen gegen Fatigue

Heutzutage liegen Smoothies und Rohkost voll im Trend. In den ersten Tagen einer Rohkost-Diät kann es sein, dass wir uns kurzfristig besser fühlen. Der Körper wird durch die enthaltenen Ballaststoffe gereinigt und erhält, im Gegensatz zu einer Ernährung reich an Fast Food o.ä., viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Allerdings ist eine langfristige auf Rohkost basierende Ernährung nicht für jeden zu empfehlen. In der ayurvedischen Medizin wird darauf verwiesen, dass besonders Menschen mit einer Vata- oder Pitta-Konstitution dann beispielsweise zu Verdauungsbeschwerden und der Degeneration von Gelenken neigen.

Die ayurvedische Medizin empfiehlt daher, warme Mahlzeiten zu sich zu nehmen.

Hier einige Vorteile warmer Speisen im Überblick:

· Sie tragen zur Erhöhung und Beibehaltung der Kerntemperatur des Körpers bei

· Sie sind leicht zu verdauen und es kommt seltener zu Blähungen

· Nährstoffe können leichter aufgenommen werden.

· Das Risiko bakterieller Verunreinigungen ist sehr gering

Wie wäre es mit einer kleinen Challenge?

Einfach ab jetzt für einen Monat auch ein warmes Frühstück und ein warmes Abendessen in den Speiseplan integrieren und die Auswirkungen auf Verdauung und Wohlbefinden entdecken! Es gibt zahlreiche Möglichkeiten: Warmer Haferbrei, Gemüsesuppen, Pfannkuchen oder Linsensuppe. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt!

Viel Erfolg! 🙂

 

 

 

Athena Theel

Athena studiert Chinesisch & Wirtschaft an der Universität Köln. Nachdem Sie viele Jahre in China und Japan verbracht hat, entwickelte sie ein Interesse für ganzheitliche Medizin. Dieses Interesse hat Athena motiviert, bei Sri Sri Tattva als Redakteurin und Übersetzerin zu arbeiten.
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