Mit Ayurveda gesund und fit in den Herbst

Der 23. September markiert dieses Jahr den offiziellen Herbstanfang. Der Herbst zeigt sich in der Natur durch herabfallendes Laub und durch eine raue kühle Witterung. Doch was passiert während dieser Zeit in unseren Körpern und was können wir tun, um fit und gesund in den Herbst zu starten?

Alle Infos und ganz konkrete Tipps für Zuhause haben wir in diesem Artikel für Euch zusammengefasst.

 

 

Was bedeutet der Herbst aus ayurvedischer Sicht?

Ganz typisch für den Herbst ist das trockene, kalte und windig raue Klima. Durch das Abfallen der Blätter von Bäumen und Büschen und dem Vergehen der Blumen entsteht zudem viel Bewegung und eine gewisse Leere in der Natur. Wer sich schon etwas mit Ayurveda auskennt, weiß, dass dies genau die Eigenschaften des Dosha VATA sind. Der Herbst ist VATA-Zeit!

Hinweis: Auch wenn der Herbst VATA-Zeit ist, kann nach einem intensiven Sommer in der Übergangszeit von Sommer zu Herbst das Dosha PITTA noch erhöht sein. Ein PITTA-Überschuss ist beispielsweise erkennbar an einer strapazierten Hautoberfläche oder schneller Gereiztheit und der Neigung zu Aggressionen.

Aus ayurvedischer Sicht spiegeln die jährlichen Veränderungen der Natur genau das wider, was zu dieser Zeit auch in unseren Körpern geschieht. Ähnlich der Natur erleben wir im Verlauf des Herbsts Symptome wie Ruhelosigkeit, Schlaflosigkeit, Angst oder trockene Haut.

 

 

Gesund und fit durch den Herbst mit Ayurveda

Um optimal für den Herbst gewappnet zu sein, wendet die Ayurvedische Tradition das Konzept des „Vishesha“ an. Das bedeutet, dass wir Ungleichgewichten im Körper begegnen können, indem wir Nahrung zu uns nehmen und uns Verhaltensweisen angewöhnen, die über genau die gegenteiligen Eigenschaften verfügen.

 

 

Für den Herbst gibt es daher ganz konkrete Alltagstipps:

  • Wir sollten uns stets warmhalten.
  • Unsere Mahlzeiten sollten gut gewürzt sein.
  • Wer die Möglichkeit hat, sollte hin und wieder eine Sauna besuchen.
  • Besonders gesunde Öle sollten während des Herbsts zum Kochen verwendet werden. Sie spenden Feuchtigkeit und Schwere (und reduzieren damit VATA).
  • Regelmäßige Schlafens- und Essenszeiten sowie regelmäßige körperliche Betätigung sind jetzt besonders wichtig.

 

 

 

Richtig essen im Herbst

In der kalten Jahreszeit geht es darum, das erstarkende VATA zu reduzieren. Mit der entsprechenden Ernährungsweise können wir Ungleichgewichte korrigieren und unser Immunsystem erfolgreich stärken.

Der wichtigste Grundsatz ist jetzt, warme gekochte Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Da VATA kalt, trocken und rau ist, wirken gekochte Mahlzeiten mit etwas Olivenöl oder Ghee unmittelbar beruhigend auf VATA.

 

Ideale Lebensmittel sind jetzt:

  • Nahrungsmittel mit einem süßen, sauren oder salzigen Geschmack wie Reis, Bulgur, Chapati, Couscous, Grießbrei. Honig, Olivenöl, Ghee, süße Früchte.
  • Gekochtes Gemüse wie rote Beete, Möhren, Spargel und Süßkartoffeln.
  • Nüsse wie Cashews, Mandeln und Pistazien oder auch Sesamsamen eignen sich ebenfalls optimal.

Warme Getränke wie Milch oder Bio-VATA-Tee können auch eine unmittelbar ausgleichende Wirkung haben.

 

Verzichtet werden sollte auf kalte Lebensmittel wie

  • belegte Brote/ Sandwiches, kalte Salate, trockene Müslis mit kalter Milch oder
  • Trockenfrüchte (die Ausnahmen bilden hier in Wasser eingelegte Rosinen oder Datteln).
  • Generell sollten rohe Lebensmittel vermieden werden.
  • Auch Bohnen werden mit Ausnahme von Mung Dhal, Tofu und grünen Bohnen nicht empfohlen. Diese Lebensmittel verfügen alle über eine VATA-stärkende Wirkung.

 

 

Ein Beispiel für die optimale Ernährung an einem Herbsttag:

Morgens: Grießbrei mit warmer Milch.

Mittags: Ein warmes Gemüsecurry (mit einer Prise VATA-reduzierendem Vata-Churna), Reis mit Ghee und einer Mung Dhal-Suppe.

Abends: Eine warme kräftige Suppe mit Brot.

Vor dem Schlafengehen: Eine Tasse warmer Milch mit einer Prise Ingwer und etwas Honig.

Tipps für Zwischendurch: Ein Bio-Vata-Tee mit einem Chapati-Brot; Datteln; frische gekochte Früchte (z.B. Apfelkompott) oder eine warme Milch.

Wer einmal die Grundsätze der ayurvedischen Ernährung verinnerlicht hat, kann sie ganz einfach in den Alltag integrieren.

 

Da jeder von uns anders ist und wir über ganz unterschiedliche Grundkonstitutionen verfügen, ist es jedoch oftmals sehr hilfreich, sich von einem Ayurveda-Experten beraten zu lassen.

 

 

 

 

Athena Theel

Athena studiert Chinesisch & Wirtschaft an der Universität Köln. Nachdem Sie viele Jahre in China und Japan verbracht hat, entwickelte sie ein Interesse für ganzheitliche Medizin. Dieses Interesse hat Athena motiviert, bei Sri Sri Tattva als Redakteurin und Übersetzerin zu arbeiten.
Verbinden Sie sich mit Athena: info@srisriayurveda.de
Lesen Sie weitere Blogs von Athena.

Tags: