Kresse: Das würzige Heilkraut

Kresse: Das würzige Heilkraut

Frühlingszeit ist auch Kressezeit! Die Gartenkresse (Lepidium sativum) gehört zu den Kreuzblütengewächsen und verleiht jedes Jahr aufs Neue unseren Lieblingsgerichten einen würzigen Kick. Dabei schmeckt Kresse nicht nur hervorragend, sondern sie ist zudem absolut gesund! In der ayurvedischen Medizin wird diese kleine Pflanze dank ihrer antientzündlichen und schmerzlindernden Wirkung bereits seit hunderten von Jahren als Heilpflanze eingesetzt.

 

Die Kresse überzeugt mit ihren Inhaltsstoffen

Gartenkresse verfügt über eine erstaunlich hohe Nährstoffdichte und liefert ganz nebenbei noch ein breites Spektrum sekundärer Pflanzenstoffe. Diese einmalige Kombination kann dabei helfen, zahlreiche Beschwerden zu lindern und Krankheiten vorzubeugen.

Hier eine kleine Übersicht über die Hauptnährstoffe der Kresse:

 

  Kresse (100g) Tagesbedarf (DGE*) Kresse deckt vom Tagesbedarf:
Vitamin A (Retinoläquivalent) 365 µg 900 µg = 40,6%
Beta-Carotin 2190 µg 2000 µg = 109,5%
Folsäure 110 µg 400 µg = 27,5 %
Vitamin C 59.000 µg 100.000 µg = 59,0 %
Calcium 214 mg 1000 mg = 21,4%
Eisen 2900 µg 12500 µg = 23,2%
 

* DGE – Deutsche Gesellschaft für Ernährung

 

 

Positive Auswirkungen von Kresse auf die Gesundheit

Durch ihre hohe Nährstoffdichte bietet die Gartenkresse, in ausreichender Menge zu sich genommen, zahlreiche Vorteile für die Gesundheit. Die Kresse:

 

  1. Unterstützt die Sehkraft

Das in der Kresse enthaltene Vitamin A fördert die Sehfähigkeit des Auges und verbessert damit auch das Sehen bei Dunkelheit. Die sehr hohe Menge Beta-Carotin schützt das Auge zusätzlich vor Krankheiten wie Katarakt und Erkrankungen der Netzhaut.

 

  1. Fördert ein gesundes Immunsystem

Die in ihr enthaltenen hohen Mengen Vitamin A und C unterstützen die Funktion des Immunsystems. Vitamin C fördert die Produktion der weißen Blutzellen und hilft dem Körper damit dabei, sich gegen schädliche Bakterien zur Wehr zu setzen. Vitamin A erschwert Erregern das Eindringen in den Körper, indem es starke Schleimhäute in Nase, Mund, Hals und Lunge gewährleistet. Vitamin A und C sind damit ein unschlagbares Team bei der Abwehr von Bakterien.

 

  1. Sorgt für ein gesundes Herz und gesunde Arterien

Eine hohe Aufnahme von Vitamin C über die Nahrung beugt der Ansammlung von Cholesterin in den Arterien vor. Der hohe Anteil Vitamin K in der Kresse sorgt gleichzeitig dafür, dass Calcium sich nicht an den Arterienwänden ablagert. Das ist besonders wichtig, da Calcium an dieser Stelle dazu führen kann, dass Arterienwände ihre Elastizität verlieren. Das begünstigt langfristig die Entstehung von Schlaganfällen oder Herzinfarkten.

 

  1. Erhält die Knochengesundheit

Das in der Kresse enthaltene Vitamin K sorgt nicht nur dafür, dass sich das mit der Nahrung aufgenommene Calcium nicht in den Arterien anreichert. Vitamin K dirigiert Calcium sogar an die richtigen Stellen im Körper. Eine ausreichende Calciumzufuhr sorgt dann dafür, dass Knochen und Zähne stabil und widerstandsfähig bleiben. Auf diese Weise kann das Risiko für Knochenbrüche und Osteoporose reduziert werden.

 

 

  1. Beugt Löchern in Zähnen vor und sorgt für gesundes Zahnfleisch

Das für die dezente Schärfe der Kresse verantwortliche „Gluconasturtiin“, verleiht der Kresse ihren unverwechselbaren Geschmack. Gleichzeitig verfügt dieser Stoff über eine antibakterielle Wirkung. Diese macht es schädlichen Bakterien im Mund schwer, sich anzusiedeln. Auf diese Weise sorgt ein ausreichender Verzehr von Kresse für gesunde Zähne und ein gesundes Zahnfleisch.

 

  1. Ein hilfreiches Mittel zur Krebsvorsorge

Das in der Kresse enthaltene „Gluconasturtiin“ verfügt nicht nur über eine antibakterielle Wirkung. In Studien wurde herausgefunden, dass der Stoff auch die Produktion von bestimmten krebsverursachenden Enzymen verhindern kann1. Zusätzlich wirkt Vitamin C mit seinen antientzündlichen und antioxidativen Eigenschaften der Entstehung von Krebs positiv entgegen.

 

  1. Lindert Menstruationsbeschwerden

Die besondere Kombination aus einer vergleichsweise hohen Menge Vitamin K und den sekundären Pflanzenstoffen der Kresse unterstützt die Produktion von Östrogen. Ein ausreichender Östrogenspiegel ist bei der Regulierung der Menstruation wichtig. In ausreichenden Mengen verzehrt, kann sich die Gartenkresse auf diese Weise positiv auf Menstruationsbeschwerden auswirken.

 

  1. Hilft bei Schilddrüsenüberfunktion

Unsere Gartenkresse enthält mit „Isothicyanaten“ noch einen ganz besonderen Wirkstoff. Der unter dem Oberbegriff „Senföl“ bekannte Wirkstoff sorgt bei einer Schilddrüsenüberfunktion dafür, dass nicht zu viel Jod in die Schilddrüse gelangt². Der Schilddrüse gelingt es dann sich zu beruhigen und der gesamte Körper kann somit zur Ruhe kommen.

 

Die uns vertraute Kresse ist also nicht nur schmackhaft, sondern ein echtes Heilkraut! Der eigenen Gesundheit etwas Gutes zu tun kann so einfach sein und schmackhafte Rezepte mit Kresse gibt es in Hülle und Fülle. Wie wäre es heute mit einer leckeren Kressesuppe oder einem gemischten Salat mit einem großzügigen Anteil Gartenkresse?

 

Quellen:
1https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3204939/
² http://gravesdiseasecure.com/hyperhyroidism-diet-recommendations/

 

Athena Theel

Athena studiert Chinesisch & Wirtschaft an der Universität Köln. Nachdem Sie viele Jahre in China und Japan verbracht hat, entwickelte sie ein Interesse für ganzheitliche Medizin. Dieses Interesse hat Athena motiviert, bei Sri Sri Tattva als Redakteurin und Übersetzerin zu arbeiten.
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