Basisches Wasser: Nur ein Hype oder doch ein Wundermittel?

Jeder weiß, dass es lebenswichtig für uns ist, ausreichend zu trinken. Mehr als 50 Prozent unseres Körpers besteht aus Wasser und für das optimale Ablaufen unseres Stoffwechsels ist eine ausreichende tägliche Wasserzufuhr unabdinglich. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt daher für Erwachsene je nach Alter eine tägliche Flüssigkeitszufuhr von 30 – 35 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht. 1

Damit wir gesund bleiben, ist jedoch nicht nur die Trinkmenge, sondern auch was wir trinken, wichtig. In den vergangenen Jahren wird der Hype um „basisches“ oder „alkalisches Wasser“ immer größer und wir wollen heute einmal beleuchten, was wirklich dahintersteckt.

 

Was ist basisches Wasser?

Zunächst einmal müssen wir uns an dieser Stelle die pH-Wert-Skala in Erinnerung rufen: Die Skala reicht von 0 bis 14 und beschreibt den sauren oder basischen Charakter einer Lösung. Die Zahl sieben stellt die neutrale Mitte dar. Alle Zahlen darunter beschreiben eine saure Flüssigkeit. Alle Ziffern über sieben stehen für eine basische Flüssigkeit.

Das reguläre Leitungswasser verfügt über einen pH-Wert von fast sieben. Der pH-Wert von basischem Wasser liegt hingegen zwischen 7 bis 9,5.

 

Die richtige Balance: Der pH-Wert unseres Blutes

Das Blut in unserem Körper verfügt über einen pH-Wert von etwa 7,4 und ist damit leicht basisch. Für unseren Organismus ist es wichtig, diesen pH-Wert konstant zu halten. Schon eine Schwankung um einen Wert von 0,5 auf der Skala, könnte schwerwiegende gesundheitliche Folgen mit sich bringen.

Unsere moderne westliche Ernährungsweise mit Softgetränken und verarbeiteten Lebensmitteln (Fertigmahlzeiten, Süßigkeiten etc.) kann langfristig zu einer chronischen leichten Azidose (einer dezenten Übersäuerung des Körpers) führen.2 Die Folgen davon können hormonelle Beschwerden, Verlust von Knochenmasse, Schwächung des Immunsystems und vielfältige Stoffwechselstörungen sein.3 Eine Azidose kann zudem die Fähigkeit der Zellen stören, sich zu regenerieren und ausreichend Energie zu produzieren. Dieser Zustand ist dann die perfekte Grundlage für Krebszellen, um sich zu vermehren.

Es ist also wichtig, durch die geeignete Ernährung den Blut-pH-Wert stabil und im richtigen Bereich zu halten.

 

Kann basisches Wasser dabei helfen, unseren Blut-pH-Wert gesund zu halten?

Um unser Blut auf dem für ihn optimalen pH-Wert von 7,4 zu halten, ist zunächst eine gesunde Ernährung am wichtigsten. Dabei sollte der Schwerpunkt auf den Verzehr industriell unverarbeiteter und frischer Lebensmittel gelegt werden. Besonders kohlensäurehaltige Softgetränke haben einen starken Säuregehalt und sollten besser nur selten oder gar nicht konsumiert werden.

Da alkalisches Wasser basisch ist, liegt der Schluss nahe, dass es unterstützend dabei wirken kann, den Körper zu „entsäuern“ und den Blut-pH-Wert zu reduzieren. 2001 wurde dazu eine Studie veröffentlicht, die diese Annahme unterstreicht: Nachdem die Teilnehmer über drei bis sechs Monate basisches Wasser getrunken hatten, wurde bei ihnen ein erniedrigter Cholesterinspiegel sowie eine Erniedrigung des Blutzuckerwertes und des Blutdrucks festgestellt.

Eine Studie aus dem Jahr 20125 hat herausgestellt, dass das Trinken von Wasser mit einem pH-Wert von 8,8 Magensäure reduzieren und damit saures Aufstoßen (Reflux) bei den Teilnehmern reduzieren konnte.

Diese und weitere Studien konnten positive Wirkungen durch das Trinken alkalischen Wassers auf unseren Organismus belegen. Es muss aber auch angemerkt werden, dass es bislang keine randomisiert-kontrollierten Studien zur zusätzlichen Überprüfung der genannten Ergebnisse gab.

 

Wo gibt es basisches Wasser zu kaufen?

Wer sich dafür entscheidet, basisches Wasser in seine Ernährung aufzunehmen, steht vor einem großen und schnell unübersichtlichen Angebot. Dieses reicht von modernen Wasserfiltern, Basenpulvern, bereits in Flaschen abgefüllten Basenwasser bis Wasser-Ionisatoren u.v.m. Die Preisspanne reicht dabei von wenigen Euro für Basenpulver bis hin zu hunderten von Euro für Wasser-Ionisatoren.

Da wir uns aus Überzeugung für das Trinken von alkalischem Wasser entschieden haben, haben wir verschiedene Optionen im Selbsttest ausprobiert:

Die relativ unhandlichen und doch weit verbreiteten Wasser-Ionisatoren haben uns allein schon aufgrund ihres hohen Preises (>100€) nicht überzeugt. Das Gleiche gilt für bereits in Flaschen abgefülltes basisches Wasser, das über die großen Onlinemarktplätze erhältlich ist. Hier haben wir Produkte gefunden, bei denen schon für 1000 Milliliter 29,90€ berechnet werden. Über einen längeren Zeitraum gesehen, ist das einfach zu kostenintensiv. Eine weitere Alternative ist das in Drogerien erhältliche Basenpulver, das in Wasser gelöst, getrunken wird. Das Basenpulver verfügt über einen dezenten Eigengeschmack und wir haben an verschiedenen Stellen Informationen gefunden, dass die regelmäßige Einnahme im Zweifelsfall zu einer Überdosierung von Mineralstoffen im Körper führen kann. Aus diesem Grund scheidet es ebenso für uns aus.

In der Kürze liegt die Würze: Wir haben zahlreiche Filter ausprobiert und letztendlich hat uns der von KENT einfach überzeugt. Er liegt mit 69,00€ im unteren Preissegment, alkalisiert (8,5-9,5) und reinigt das Wasser gleichzeitig! Auf diese Weise werden z.B. auch Chlor oder Kalk aus dem Wasser gefiltert. Außerdem fanden wir ihn handlich und absolut praktisch.

 

Fazit

Wie erste Studien angedeutet haben, kann das Trinken alkalischen Wassers sich positiv auf unsere Gesundheit auswirken. Besonders Erkrankungen, die mit einer übermäßigen Magensäureproduktion zusammenhängen, können dadurch gelindert werden.

Grundsätzlich gibt es keine Wundermittel und für die Gesunderhaltung unseres Körpers ist das Wichtigste eine natürliche Ernährungs- und Lebensweise. Basisches Wasser kann aber zum Ausgleich des Blut-pH-Wertes hin und wieder oder im Rahmen einer Kur getrunken werden. Auf diese Weise kann es unsere Gesundheit und unseren Stoffwechsel zusätzlich fördern.

Wer möchte, kann einfach mal für einen bestimmten Zeitraum basisches Wasser trinken und die Wirkung auf den eigenen Körper austesten. Wir sind auf jeden Fall überzeugt davon!

 

Quellen:

1 https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/wasser/

2 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21481501

3 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5490517/

4 Veröffentlicht 2001 im „Shanghai Journal of Protective Medicine“ (Wang)

5 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22844861

6 https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Uebersaeuerung-Wie-sinnvoll-sind-Basenpulver,uebersaeuerung101.html

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