Migräne: Wenn Kopfschmerz zur Qual wird

Es ist so viel mehr als bloßer Kopfschmerz. Das Pochen in der Schläfe. Das grelle Licht. Die lauten Geräusche. Migräne-Patienten wissen, wie schlimm eine Migräne-Attacke wirklich sein kann. Viele haben große Probleme damit, sich zu konzentrieren und zu arbeiten – aufgrund der starken Schmerzen. Aber andererseits ist es genau so schwierig, sich auszuruhen. Immer brummt der Kopf. Alles schmerzt. Jeder Ton ist zu viel. Alles, was man sich da noch wünscht, ist ein Nachlassen des Schmerzes.

Was also tun? Natürlich gibt es Schmerzmittel. Aber diese wirken bekanntlich nicht nur auf den Schmerz ein, sondern auch auf andere Körperteile. Gesund ist ständige Medikamenteneinnahme definitiv nicht. Außerdem treten oft unschöne Nebenwirkungen auf. Wenn Sie dann auch noch schwanger sind, wollen sie natürlich erst recht auf die Medikamente verzichten, um Ihr Kind zu schützen.

Sagen Sie Ihrer Migräne den Kampf an – ohne Medikamente!

Wäre es nicht viel schöner, die Kopfschmerzen einfach – mit leichten Methoden – für immer verschwinden zu lassen? Das ist nicht unmöglich. Wir zeigen Ihnen neun Tricks, mit denen es Ihnen gelingen kann, Migräne für immer aus Ihrem Leben zu verbannen – oder sie zumindest stark zu minimieren, sowohl von der Intensität als auch von der Häufigkeit des Auftretens. Auch als langjähriger Migräne-Patient können Sie es mit etwas Glück schaffen, nie mehr unter den Attacken zu leiden.

Bevor wir starten, ist es wichtig, dass Sie eines wissen: Sie müssen die Gründe für Ihre Migräne-Kopfschmerzen herausfinden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder analysieren Sie Ihren Lebensstil. Leiden Sie unter viel Stress? Essen Sie ungesund? Fühlen Sie sich ausgelaugt und kommen nie zur Ruhe? Das alles sind mögliche Anzeichen.

Die guten Nachrichten vorweg: Die meisten Migräne-Auslöser sind heilbar beziehungsweise vermeidbar. Falls nicht, können Sie aber auch versuchen, die Auslöser zu reduzieren. Viele Ayurveda-Anwender und –Anwenderinnen haben sich nach diesen Tipps über stetige Verbesserung gefreut. Und die zweite gute Nachricht: All diese Methoden sind natürlichen Ursprungs. Sie können also auf sichere und gesunde Weise mithilfe Ihres Körpers gegen die Migräne ankämpfen.

9 Methoden, mit denen Sie die Anfälligkeit für Migräne verringern oder eliminieren

Tipp 1: Hören Sie auf Ihren Körper.

Das Headache Centre von Atlanta hat herausgefunden, dass Stress einer der Hauptursachen für Migräne darstellt. Rund 80 Prozent aller Migräne-Patienten nennen Stress als einen Faktor, der sie im alltäglichen Leben begleitet und belastet. Andere Ursachen sind laut den Untersuchungen außerdem Hormone (65%), Gerüche (44%), Licht (38%), Rauch (36%), Hitze (30%), Essen (27%) oder andere Störungen im Körper, die beispielsweise durch Magnesium- oder Kalziumdefizite auftreten.

Sobald Sie die Ursache für Ihre Migräne gefunden haben, heißt es: Vermeiden Sie den Faktor so gut es geht! Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Intensität und die Frequenz Ihrer Schmerzen gesenkt werden oder sogar mit der Zeit gar keine Migräne-Attacken mehr auftreten.

Tipp 2: Meditieren Sie jeden Tag.

Als Frau sind möglicherweise hormonelle Schwankungen die Ursache für Ihre Migräne. Gerade in jungen Jahren, beim Heranwachsen des Körpers, können Frauen des Öfteren von Kopfschmerzen heimgesucht werden. Wussten Sie, dass dreimal so viele heranwachsende Frauen wie Männer unter Migräne leiden?

Auch wenn Sie unter Migräne leiden, die durch die Menstruation oder nach dem Gebären auftritt, kann Ihnen die folgende Methode helfen: Hari Om Meditation. Diese Meditation wurde von Sri Sri Ravi Shankar ins Leben gerufen und versucht, die ins Ungleichgewicht geratenen Hormonlevel wieder einzupendeln. Was allerdings besonders wichtig ist, erklärt Dr. Shiksha Thakur, ein Ayurvedischer Physotherapeut: „Sie müssen regelmäßig über einen längeren Zeitraum meditieren, um effektive Ergebnisse zu bemerken“.

Sollten Sie zur Kategorie der stressgeplagten Migränepatienten fallen, eignet sich die Shanti Meditation besser. Diese stammt ebenfalls von Sri Sri Ravi Shakar. Mit dieser Meditation – so die Annahme – kann sich der Körper besser selbst heilen und entspannen. Durch Tiefenentspannung soll dabei der Heilmechanismus des Körpers aktiviert werden. Insgesamt lohnt sich das Meditieren also nicht nur für Migränepatienten!

Außerdem soll Shanti dabei helfen den Blutdruck zu senken, der ebenfalls eine Ursache für Migräne darstellen kann – auch wenn dies eher seltener der Fall ist. Meditation hat keinerlei negative Nebenwirkungen und in der Regel kann sie jeder problemlos ausüben; unabhängig von Alter, Geschlecht oder ähnlichen Kriterien. „Meditieren kann außerdem dabei helfen, die Blutgefäße zu entspannen, Stress zu minimieren, die Schmerztoleranz zu stärken und das allgemeine Wohlbefinden zu stärken.“, fügt Dr. Shiksha Thakur hinzu.

Tipp 3: Versuchen Sie, sich gesund zu ernähren.

Haben Sie Ihre Essgewohnheiten in letzter Zeit näher beobachtet? Ernähren Sie sich eher von Fast Food und Fertigerichten oder legen Sie hohen Wert auf eine gesunde Ernährung? Migräne kann auch durch Lebensmittel und die Abstände, in denen sie konsumiert werden, beeinflusst werden.

Am erfolgversprechendsten gegen Migräne ist Routine: Versuchen Sie, dreimal am Tag Hauptmahlzeiten einzulegen oder alternativ sechs kleine, gesunde Mahlzeiten. Dabei ist Ihnen freigestellt, welche der beiden Varianten Ihnen besser liegt.

Viele Ärzte haben festgestellt, dass Migräne-Patienten durch den Verzicht auf bestimmte Lebensmittel weniger oft über Schmerzen klagen. Auch, wenn es Ihnen schwer fällt und einige der nachfolgenden Produkte zu Ihren Lieblingen gehören: Versuchen Sie sie aus dem Speiseplan zu streichen oder zumindest sehr selten zu essen.  Zu den Lebensmitteln gehören Schokolade, Wein, Käse, verarbeitetes Fleisch, Glutamat (Geschmacksverstärker, vor allem in Fertigprodukten), Nüsse, Hefe, Erdnussbutter, Avocados und Essiggurken. Vielleicht finden Sie schmackhafte Alternativen, die ähnlich wie das „verbotene“ Lebensmittel schmecken?

Versuchen sie außerdem, alle zwei Tage Äpfel oder Bananen zu essen. Mangos beispielsweise sollten Sie nur in moderaten Mengen konsumieren, da sie sehr viel Fruchtzucker enthalten.

Neben falschem Essen kann aber auch nicht ausreichendes Trinken ein Faktor für Migräne darstellen. Dehydration vermeiden Sie am besten, indem Sie viel Wasser trinken. Besonders effektiv gegen Kopfschmerzen am frühen Morgen ist laut Dr. Shiksha Thakur das Essen von Milchkuchen (milk cake). Sollten Sie gerade keinen Zuhause haben, eignet sich auch ein Glas kalte Milch.

Für die Raucher unter Ihnen gibt es leider nur einen einzigen „Tipp“: Hören Sie mit dem Rauchen auf. Anders können Sie Ihre Migräne leider nicht in den Griff bekommen.

Tipp 4: Ein kleiner Spaziergang am Morgen kann wahre Wunder wirken.

Natürlich spricht nichts dagegen, mal faul zu sein. Aber wenn es sich auf Ihre Gesundheit auswirkt, wie es beispielsweise beim Zusammenhang von Übergewicht und Migräne der Fall sein kann, dann kann Ihnen etwas Bewegung Erleichterung bringen.

Es muss kein großes Sportprogramm sein, gehen Sie einfach ein paar Minuten schnelleren Schrittes spazieren. Am besten bauen Sie noch kleine Yoga-Stellungen mit ein, wie beispielsweise Veerbhadrasana oder Gomukhasana. Achten Sie dabei allerdings auf Ihren Nacken. Dieser ist bei Migränepatienten in der Regel sehr empfindlich und anfällig, weshalb eine leichte Verdrehung Migräne auslösen kann. Vermeiden Sie außerdem ausgedehntes Strecken des Rückens und nach vorne gebeugte Posen.

Tipp 5: Schlafen Sie gut und ausreichend.

Je dunkler das Schlafzimmer, desto schmerzfreier und tiefer können Sie in den Schlaf fallen. Wer immer zur gleichen Zeit zu Bett geht, kann Migräne leichter in den Griff bekommen. Dr. Shiksha empfiehlt außerdem, immer mindestens sieben Stunden zu schlafen, am besten zwischen 22 und 6 Uhr.

Tipp 6: Überarbeiten Sie sich nicht – machen Sie auch mal Pause!

Je stärker Sie sich belasten, vor allem auf der Arbeit, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die nächste Migräneattacke im Anmarsch ist. Deshalb sollten Sie sich in regelmäßigen Abständen Urlaub gönnen und am besten viel Zeit mit der Familie – bei Bedarf auch alleine – unternehmen. In dieser Zeit können Sie sich auch ayurvedische Methoden gönnen, wie entspannende Massagen oder eine Detox-Kur.

In einer Ayurveda Klinik können Sie unter anderem auch die im nächsten Tipp erwähnten Entspannungsübungen erlernen. Diese reduzieren und/oder eliminieren übrigens sogar wissenschaftlich belegt Migräneanfälle! Außerdem können Sie bei Ihrem Besuch erfahrene Doktoren und Therapeuten konsultieren, die sich mit anderen non-invasiven Methoden um Ihre Migräne kümmern.

Tipp 7: Testen Sie ein paar Entspannungsübungen.

Eine Entspannungstechnik in Ayurveda ist beispielweise Brahmari pranayama. Sie soll Serotonine befreien und dabei helfen, Migräne zu heilen, die durch Menstruation oder nach dem Gebären entsteht. „Diese Methode stimuliert den oberen Atemtrakt, welcher häufig ein Grund für Migräneattacken ist.“, erklärt Dr. Shiksha.

Anschließend können Sie beispielsweise Sudarshan Kriya anwenden, eine spezielle Atem- und Entspannungsübung, die bei vielen effektiv Migräne heilt. Dabei sollen die GaBa-Level erhöht werden; ohne das sogenannte GaBa kann es oft zu Migräne und Ängstlichkeit beim Patienten kommen. Außerdem sagt man Sudarshan Kriya nach, die Stresshormone ins Gleichgewicht zu bringen, die für den Großteil der weltweiten Migräne verantwortlich sind (80%). Man sagt, dass rund 90% der Toxine mit Sudarshan Kriya aus dem Körper gespült werden können.

Rajaque Rahman ist der lebende Beweis dafür, dass Ayurveda tatsächlich wirken kann. Der Journalist litt viele Jahre unter chronischer Migräne. Seit er regelmäßig die Entspannungsübungen anwendet, hat sich sein Leben bezüglich der starken Kopfschmerzen extrem verbessert. „Seit meiner letzten Migräneattacke und meiner ersten Anwendung von Sudarshan Kriya sind mittlerweile 13 Jahre vergangen.“, sagt er stolz, mit einem Lächeln auf den Lippen.

Tipp 8: Entgiften Sie sich.

Wenn wir uns schlecht fühlen, möchten wir gerne verwöhnt und umsorgt werden. Und dafür gibt es doch nichts Besseres als eine wohltuende Ganzkörpermassage, nicht wahr? Erfahrene Therapeuten in ayurvedischen Einrichtungen können Ihnen beim entspannen und Minimieren von Stress helfen.

Es gibt spezielle Panchakarma-Verfahren – wie Varmana und VIrechana – mit denen es auf natürliche Weise gelingen kann, den Körper zu entgiften. Man geht davon aus, dass bereits eine einmalige Behandlung pro Jahr die Gesundheit des Anwenders verbessert.

Tipp 9: Verbannen Sie die Angst aus Ihrem Kopf.

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass allein die Angst vor Migräne eine weitere Attacke auslösen kann? Denken Sie oft unbewusst daran, dass das Ausüben von bestimmten Dingen sich negativ auf Ihre Kopfschmerzen ausüben könnte? Und dann machen Sie sich den ganzen Tag Sorgen darüber, ob das, was sie getan haben und der leichte Kopfschmerz der kommt, sich durch den ganzen Tag ziehen wird.

Allein diese Angst wird zum Auslöser einer neuen Migräne. Lassen sie diese Angst hinter sich. Entspannen Sie sich. Wenn der Kopfschmerz dennoch kommt, versuchen Sie, ihn mit Erholung und Schlaf zu kurieren.

All diese Tipps sind dazu geeignet, sie zuhause auszuüben, als Hausmittelchen sozusagen. Nicht jedes Mittel eignet sich für jeden Menschen. Deshalb empfehlen wir Ihnen: Probieren Sie verschiedene Kombinationen aus und ermitteln Sie so, was Ihnen am besten hilft. Da jeder Mensch anders tickt und andere Ursachen für die Migräne hat, kann eine für den einen hilfreiche Methode für den anderen absolut unpassend sein.

Grundsätzlich gilt: Hören Sie auf Ihren Körper und versuchen Sie ihn zu stärken. So schaffen Sie es auch, Ihrer Migräne den Kampf anzusagen – dauerhaft mit ihr zu leben muss nicht länger sein!

Ein weiteres Beispiel für den Erfolg von Ayurveda: Gurudatt Anvekar

„Ich muss mir keine Sorgen mehr über Migräneanfälle machen!“

Gurudatt Anvekar arbeitet als professioneller Grafikdesigner und muss arbeitsbedingt entsprechend viel Zeit vor dem Computerbildschirm verbringen. Dennoch hat er im letzten Monat keine schweren Probleme mit Migräne gehabt.

„Als Migränepatient ist man oft sehr lichtempfindlich.“, erzählt er. „Und dennoch schaffe ich es mittlerweile für längere Zeit vor meinem Computer zu sitzen als früher. Die Stärke meiner Kopfschmerzen hat außerdem nennenswert abgenommen seit ich meditiere.

Bevor ich damit angefangen habe, habe ich ein bis zwei Mal pro Woche eine Migräneattacke erlitten, die für zwei bis drei Tage anhielt. Inzwischen erleide ich nur einmal alle zwei Monate eine Attacke und die ist weit weniger schmerzhaft als die bisherigen Migräneanfälle.“, fügt er hinzu.

„Mein Geheimnis ist definitiv Yoga und Meditation. Wenn ich sogar noch ein bisschen Sport mache, bevor ich meditiere, empfinde ich meine Mediation als besonders tief. Und je tiefer meine Meditation ist, desto mehr entspanne ich mich. Ich brauche keine Medikamente mehr sondern präferiere Meditation und Sudarshan Kriya über allem anderen.“

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